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Alt 13.10.2008, 15:14   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #1 (permalink)
wellenduo
Neuer Benutzer

Deutschland
 
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Standard wohnen auf einem Freizeit und Campingpark

Hier und jetzt wollen wir einmal eine Anregung geben,
für die,die günstiger wohnen wollen,
und Ruhe und Erholung wünschen.

wohnen auf einem Freizeit und Campingpark

Entweder im Wohnwagen,oder Blockhaus, oder Mobilheim

Weshalb ist das eine Überlegung wert::

Eine normale Wohnung oder Haus kostet sehr viel,
es muß Miete,Strom,Wasser,Kanal,usw.bezahlt werden.

Dann hat man vielleicht nur eine kleine Wohnung,ohne Balkon,man wohnt in einer Stadt,mit viel Lärm,Autogase usw.
Und wenn man dann zu guter letzt noch wenig verdient,oder
arbeitslos ist,oder man nur eine kleine Rente bezieht,
dann sieht das doch alles nicht mehr so rosig aus in der Geldbörse.

Man sollte sich einmal auf verschiedene Campingplätze erkundigen,
ob man nicht auch dort fest wohnen kann.
Es muß ein Dauercampingplatz sein,der das ganze Jahr auf hat.
Man erkundigt sich,nach der Jahrespacht,Strom,Wasser,Kanalgebühren usw.

Auch ist es wichtig zu wissen,wo man einkaufen kann,
wo Ärzte (Schulen,Kindergarten usw)sind.
Bus und Bahnverbindung ist auch nicht zu verachten.

All das ist hier in Tespe und Umgebung reichhaltig vorhanden.

Wir wollen mal so einen Platz vorstellen:
Zum Beispiel auf dem Camping und Freizeitpark Tespe:

bei 200qm kostet die Jahrespacht zur Zeit 800,-EUR(kalt)

hinzu kommen für 2 Personen im Jahr 590,-EUR Nebenkosten
das sind(18,-E-Anschlußgebühr,212,-EUR Wasserverbrauch,360,-EUR Abwasserverbrauch)
(Kinder sind frei)

plus Stromkosten je KW von zur Zeit 0,38EUR das kann man im voraus nicht berechnen,
der Eine ist sparsam,der Andere halt nicht.

Zusätzlich noch Gaskosten zum heizen und kochen,
im Winter braucht man natürlich mehr Gas,wegen Heizung.
Sommer 6 Monate ca 150,-
Winter 6 Monate ca 600,-
Sommer+Winter im Jahr 750,-EUR

Wenn man hochrechnet Strom im Jahr 1200KW mal 0,38= 456,-EUR

Wir rechnen jetzt mal zusammen,was im Jahr so auf einen zukommt:
Kaltpacht für 200qm macht 800,00EUR
Nebenkosten: 560,00EUR
Strom: 456,00EUR
Gas/kochen+heizen 750,00EUR
----------------------------
Gesamt im Jahr 2566,00EUR geteilt durch 12

im Monat sind zu zahlen: 213,83EUR warm für 2 Personen

Da man auf dem Campingplatz gegen Gebühr auch waschen und trocknen kann,ist die Wäsche auch kein Problem. Pro Maschine :
waschen 3,-EUR und trocknen 3,-EUR = 6,-EUR

(selbstverständlich kann man aber auch auf seiner Parzelle eine Waschmaschine aufstellen,
dann hat man seine eigene Waschmaschine.)

Nun zu dem Stell-Platz.
-----------------------------------

Bei einem 200qm Platz kann man einen Wohnwagen
von 8,50 hinstellen und ein Vorzelt davor anbringen.
am besten ist es,wenn man ein feststehendes Vorzelt bekommt.

Anschaffungswerte für gebrauchte Wohnwagen mit Vorzelt.
ca 2000,-EUR und höher,je nach Standart und Größe

Wohnwagen ab 1200,-EUR
Schutzdach für Wohnwagen ab 600,-EUR
Vorzelte ab 1200,-EUR

Oder so,wie hier auf dem Platz erlaubt,
umbaut man den Wohnwagen mit Holz,
und baut sich einen festen Vorbau vor dem Wohnwagen,
Dann sieht der Wohnwagen,wie ein Blockbohlenhaus aus.

Auch kann man sich hier ein Blockbohlenhaus selber bauen
oder hinstellen lassen.(40qm Wohnfläche) und wenn man
ein Spitzdach drauf macht hat man locker (60qm Wohnfläche)

Hier stehen aber auch umbaute Wohnwagen und Häuser zum Verkauf,
für den kleinen und großen Geldbeutel.

So etwas ist aber nicht auf jeden Campingplatz erlaubt.
hier darf man es und ist gern gesehen.

Am besten sucht man sich einen freien Eckplatz,
oder einen Endplatz aus, oder am Rand .
dann hat man mehr seine Ruhe,als wenn man mittendrin steht.

Vor allem aber,man hat mit keinem mehr was abzumachen,
man ist sein eigener Herr.

Man kann sich eine Terrasse fertig machen ,auch überdachen,
prima zum grillen und feiern.

Auch kann man 2 oder 3 Plätze nebeneinnander bekommen,
wenn man mehr Platz braucht(für größere Familie)
und hat natürlich dann die Möglichkeit
auch mehr Wohnplatz zu haben.
Auf jedem Platz 1 Gebäude,oder Wohnwagen
so das sogar Kinder ihren eigenen Freiraum bekommen können.

Selbstverständlich sind Hunde,Katzen,und kleine Haustiere willkommen.

Dann muß man nur das Grundstück so einzäunen,das der Hund
das Grundstück nicht verlassen kann.
Aber das müßte ja für jedem Halter selbstverständlich sein.

Telefon kann man am Platz legen lassen,kostet nur die normalen Telefonanschlußgebühren,
Bei den meisten Häusern und umbauten WW ist der Anschluß schon vorhanden.

Wichtig ist auch,das auf dem Platz Winterwasser gelegt werden kann,
teilweise schon auf den Plätzen vorhanden

Auf dem Platz befindet sich ein Bade und Angelsee,
auch ein Kinderspielplatz ist vorhanden.
Sowie moderne Sanianlage
mit WC-Duschen usw

Nebenan ist ein Tennisplatz mit Halle
auch reiten kann man in der Nähe.
Gaststätte mit Kiosk,Kegelbahn,Dart usw gleich gegenüber.

Da der Platz abgelegen von der Straße liegt,
und umrahmt von Felder und Wäldchen ist,
kann man so richtig die Seele baumeln lassen.

genaue Angaben könnt Ihr Euch unter:
http://www.freizeitpark-tespe.de
gerne ansehen

Also alles in allem:
Es ist eine Überlegung wert.

Man ist ja völlig unabhängig.

Gerne beantworten wir weitere Fragen hierzu.

Wir sind auch Aussteiger:
Auf diesem Platz steht unser Blockhaus,
mit Grillplatz und Swimmingpool,
sowie Auslauf für unseren Hund und 3 Katzen.
Spaziergänge kann man hier unendliche unternehmen.

auch 2 unserer Söhne haben hier
eigene Parzellen mit Blockhäuser.

3 weitere Verwandte haben sich nun auch hier angesiedelt.
Erst haben Sie nur Urlaub gemacht,
und nach durchrechnen aller Kosten,
sind sie nun auch hier gelandet und alle fühlen sich wohl.

Ruhe und Erholung pur.

Wir haben nur einmal eine Anregung machen wollen.
Denn in der heutigen Zeit,
ist es schwer genug,Geld zu verdienen,
und man muß dieses ja nicht unbedingt,
das Geld nur für Miete hinauswerfen,
wenns auch anders geht.

Natürlich kann man aber hier auch nur Urlaub machen,
und sich wohlfühlen.

Jetzt noch was in eigener Sache.
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Alt 13.10.2008, 16:55   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #2 (permalink)
ekobra
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Zitat:
Jetzt noch was in eigener Sache.
Wir schreiben auch noch auf andere Plattformen,
wie Doojoo,Preisvergleich,yopi,ciao
Hört sich nicht schlecht an, was da geboten wird!
Aber ob ein Campingforum der geeignete Ort für kostenlose Werbung ist, wage ich nun doch zu bezweifeln!
Von den 19 Beiträgen, die Ihr verfasst habt, sind 9 Beiträge Werbung!!!
Ich nehme an, Ihr seid Betreiber dieser Anlage und nutzt nicht nur dieses Forum für Werbezwecke.
Sollte ich mich getäuscht haben, bitte ich schon jetzt um Entschuldigung.
Eberhard
ekobra ist offline  
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Alt 13.10.2008, 17:49   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #3 (permalink)
bifi
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Hallo,

ich habe den ungewöhnlich langen Bericht heute auch schon gelesen. Die Grundidee ist nicht neu. In den USA wird das schon seit Jahrzehnten praktiziert. Für mich käme so eine Möglichkeit auch in Frage. Noch lebe ich in einem kleinen Häuschen, doch an der Gartenarbeit habe ich keinen Spaß. Da rechnen sich Arbeits- und Nutzungszeit für mich einfach nicht. Zehn Stunden Unkraut jähten und eine Stunde in der Sonne machen keinen Sinn, so denke ich.

Bei böswilliger Unterstellung könnte man wirklich an Werbung denken, doch wer so eine Alternative sucht, wird sich bestimmt auch anderweitig informieren. Was mich am meisten gewundert hat, ist ein Telefonat vor längerer Zeit mit dem Präsidenten des Verbandes der Platzbetreiber, der mir sagte, viele Plätze wären froh, wenn die Quote der Dauercamper zurück ginge. Gründe? Diese Clientel ist oftmals recht kritisch, möchte sehr günstig verbleiben und blockiert die Fläche, die mit Reisenden wirtschaftlicher besetzt werden könnten. Komisch!?

lg bifi
bifi ist offline  
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Alt 14.10.2008, 00:56   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #4 (permalink)
Holli
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Zitat:
Zitat von bifi Beitrag anzeigen
Was mich am meisten gewundert hat, ist ein Telefonat vor längerer Zeit mit dem Präsidenten des Verbandes der Platzbetreiber, der mir sagte, viele Plätze wären froh, wenn die Quote der Dauercamper zurück ginge. Gründe? Diese Clientel ist oftmals recht kritisch, möchte sehr günstig verbleiben und blockiert die Fläche, die mit Reisenden wirtschaftlicher besetzt werden könnten. Komisch!?
Ob es wirtschaftlicher ist, einen Platz nur wenige Monate im Jahr an ständig wechselnde Gäste zu vermieten oder 12 Monate an einen einzelnen Gast, der wahrscheinlich auch im nächsten Jahr wieder die Miete bezahlt, dürfte ganz stark von der Lage und den umliegenden Angeboten des Platzes abhängen.

Ganz sicher verursachen Dauercamper dem Platzbesitzer aber eine Art Ärger, für die das Wellenduo sogar wirbt: Feste Bauten, festetehende Wohnwagenüberdachungen und Holzhütten als Vorzelte sind kein Camping und werden von den zuständigen Ordnungsämtern immer weniger toleriert. Die wenden sich dann aber nicht an den Camper, der das Zeug aufgebaut hat, sondern an den Platzbetreiber und drohen ihm mit Entzug der Platzgenehmigung, wenn die Verstöße anhalten. Der arme Betreiber darf sich dann mit seinen besten Zahlern rumärgern und denen klarmachen, daß sie ihre für teures Geld angeschafften Hütten und Schuppen abreißen müssen. Einerseits verstehe ich natürlich den Ärger der Dauercamper, andererseits müssen sie sich die Spielregeln, die für Camping aka mobiles Wohnen gelten, mal ganz deutlich machen: Man muß jederzeit in der Lage sein, seinen Krempel zu packen und abzufahren, sonst ist es kein Camping und widerspricht der Zulassung des Platzes.

Diese ganzen Sorgen hat ein Betreiber mit Gästen, die nach spätestens ein paar Wochen wieder mit ihrem ganzen Gerödel verschwinden, natürlich nicht. Über die diskutiert kein Ordnungsbeamter mit ihm, und die Gäste diskutieren nicht über Holzhütten und Geräteschuppen.

Die Konsequenzen habe ich in den letzten Jahren auf vielen Plätzen gesehen: Rigorose Kündigungsdrohungen, wenn zum Tag X noch Holzhütten stehen, totale Verbote fester Wände mit Ausnahme der des Wohnwagens, und leere Parzellen, die aussehen als wäre da ein Wochenendhaus abgerissen worden (man sucht unweigerlich nach dem Kellereingang neben dem Betonsockel für den Wohnwagen und der Beton-Bodenplatte des "Vorzelts"). Solche Parzellen wirken ungeheuer "anziehend" auf Teilzeitcamper, und sie verursachen sicher keine geringen Kosten, bis sie wieder renaturiert sind.

Diese möglichen Probleme sollte man sich vor Augen halten, bevor man sich entschließt, dauerhaft auf einem CP zu wohnen. Ein richtiges Vorzelt mit Leinwand ist im Winter weitaus weniger komfortabel als eine Holzhütte mit Doppelglasfenstern, und die Lebensdauer eines Wohnwagens leidet ganz massiv unter winterlichen Schneelasten, die nicht von einem festen Unterstand, sondern nur von einem aufliegenden Schutzdach abgefangen werden.
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Alt 15.10.2008, 08:08   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #5 (permalink)
Krimimimi
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Ständig auf einem Campingplatz wohnen?

Ehrlich gesagt, ich kann es mir nicht vorstellen. Dauerhaft auf 25 bis 35 qm (je nach Wohnwagen plus Vorzelt) im Einraum- Appartement zu zweit ist mir doch zu minimalistisch.
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Alt 15.10.2008, 09:26   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #6 (permalink)
cludisa
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stimmt, das muß ich auch nicht haben. Auch kann es ja gut sein, daß der Platzbetreiber wechselt und das dann alle weg müssen. nee, so ein campingplatz finde ich, ist nicht der richtige Wohnort. Urlaub ist urlaub. Und meine Badewanne möchte ich auch nicht hergeben.
Ist aber alles Geschmacksache. Wer damit leben kann, ok. Viel Spass aber ohne mich.....
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Alt 04.01.2010, 14:57   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #7 (permalink)
menelein
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Hallo, was sagen Sie zu dem Beitrag von Holli vom 14.10.08?Gruß RH
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Alt 12.01.2010, 18:28   wohnen auf einem Freizeit und Campingpark Beitrag #8 (permalink)
black-kyma
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Logischerweise erscheint das Wohnen auf dem Campingplatz wie Urlaub das ganze Jahr über. Wer seinen Platzbedarf auf minimale Grundflächen und Grundbedürfnisse beschränken kann, mag damit auch durchaus über die Runden kommen.

ABER:
Im Bezug auf die Folgekosten für Energie in Form von Gas und Strom zum Heizen sollte man sich auch keine Illusionen machen. Bei Kosten für eine 11kg-Füllung von ca. 18,00 €, die bei den Temperaturen momentan ca. 4 Tage ausreichen, kostet das Heizen nur des WW allein rund 126€. Da i.d.R. in unseren Breiten Heizen spätestens ab Mitte Oktober bis Mitte April nötig ist, ist dies recht großer Bedarf (gesch. ca. 760 € allein für den Wohnwagen. Nur so als Vergleich: rund 900€ betragen die Gaskosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 100 qm Wohnfläche und Warmwasser für 4 Personen im Jahr.
Wird das Vorzelt mit etwa gleichgroßem Volumen auch noch beheizt, verdoppeln sich die Kosten bei der Grundfläche einer durchschnittlichen 1-Raum-Wohnung. Dabei nicht gerechnet wurden die Spritkosten für den Tausch der Gasflasche im nächsten Baumarkt. Dazu kommen noch die anderen Kosten für Wäschewaschen/-trocken, Wasser, Strom etc. Man darf nicht unbeachtet lassen, dass bei den meisten Dauercampingplätzen die Gebühren damit kalkuliert sind, dass dort nicht 365 Tage im Jahr die Parzelle benutzt wird. Der Platzbetreiber, der dass bisher nicht berechnet hat, wird sich schnell eines anderen besinnen, wenn seine Fixkosten durch mehr permanent dort wohnende/anwesende Dauercamper in die Höhe schnellen (immer vorausgesetzt, es darf auf dem Platz überhaupt dauerhaft gewohnt werden, d.h. die Gemeinde hat dies überhaupt genehmigt).

Zum anderen finde ich persönlich viele solcher Dauercamperparzellen haarsträubend, sollte es mal brennen! Bei jedem Hausbauvorhaben ist zum Nachbarhaus als Brandschutzmassnahme ein Mindestabstand von 3m bis zur Grenze einzuhalten. Ausnahmen davon sind nur unter massiven Auflagen und mit gegenseitigen bewußten Zugeständnissen der Grundstückseigentümer möglich. Schaut man sich die Parzellen der Dauercamper an, stehen mir die Haare zu Berge, wie da Holzhütten und mit 0815-Baumarktstyropor isolierte Vorzelte miteinander kuscheln. Wenn dann am einen Ende der Reihe mal wieder einer meint, mit dem Elektroheizer seiner Uroma zuheizen zu müssen oder die eigene Gasheizung irgendwie tunen zu wollen, damit es wärmer wird...dann möchte ich da nicht in der Nähe sein. Das gibt dann die netten Berichte in der lokalen Presse, dass "mal wieder Campinggasflaschen bei einem Brand auf dem CP XYZ in die Luft geflogen sind"...Ein Paradbeispiel für so einen CP kann man auf der A3 bei Lohmar sehen (in Fahrtrichtung Norden rechts der AB): grün bemooste WW bilden mit grün bealgten Vorzeltdächern und Gerätehütten ein mehr oder weniger geschlossenes Konglomerat.

Ich meine, wer nicht gerade auf der Kö mit Marmorbad im Penthouse residieren muss, kann in einer Wohnung günstiger als auf dem CP wohnen. Man muss sich halt vor dem Einziehen und bei der Wohnungsuche Gedanken machen, welchen Komfort man braucht und worauf man verzichten kann. Ein Wohnwagen und/oder ein Zelt ist nunmal isolationtechnisch eine Katastrophe (selbst Kabe + Polar haben einen schlechteren k-Wert als 30cm Mauerwerk). Und man muss sich im Klaren sein, dass ein Wohnwagen bei täglicher Nutzung keine 20 Jahre hält, sondern eher den "Geist aufgeben wird"! Wer das bezweifelt, der sehe sich mal Dauerstandwohnwagen auf CPs an, die dort zum Verkauf angeboten werden und mache dies nicht, wenn die Nase durch Kälte oder Schnupfen ihre Dienste verweigert...die Ursache des Muffs in so manchem WW hat ihre Gründe (wenig Lüften, weil Heizen ja so teuer ist; Klamotten werden X Tage getragen, weil Waschen ja so unbequem/umständlich oder t.... ist, der Kochdunst hängt in allen Ecken, abgesehen von der Luftfeuchtigkeit aus Atem und vom Boden her, wenn der Boden nicht zubetoniert, mit PVC betackert ist).

Und viele Schrebergarten-Nutzungsregeln verbieten nicht umsonst das regelmässige Übernachten im Schrebergarten oder untersagen es gar ganz.

Die vom Threadstarter in seinem Beitrag genannten 2000 € für die Übernahme eines sogenannten Komplettdauerstellplatzes mit 20 Jahre altem Wohnwagen, "ausgebautem" Vorzelt und Gerätehütte sind in meinen Augen in 95% der Fälle nur als Strafe für den unwissenden Camping-Neuling anzusehen, der sich aus Unwissenheit so einen Müllhaufen zulegt und ihn dann gezwungenermaßen entweder mit neuen Kosten selbst entsorgt oder einen weiteren Dummer weiterverkauft...an Formaldehyd in 30 Jahre alten Resopal-Brettern mag ich gar nicht denken (Oma meinte ja immer: "Zum Wegwerfen ist das doch viel zu schade, im Krieg wären wir froh gewesen, wenn wir das gehabt hätten!"). Ein zum Verkauf stehender Dauerplatz kann aber durchaus auch o.k. sein und man kann so durchaus ein günstiges Schnäppchen machen, der Platz und sein "Bestand" muss halt äußerst gründlich vor dem Kauf geprüft und angesehen werden.

Gruß
Pat

Geändert von black-kyma (13.01.2010 um 02:07 Uhr)
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