3. Regensburg
Nach einer Menge sportlicher Aktivität sollte nun der Kulturteil folgen: Regensburg.
Unsere Wahl fiel auf den Azur Camping.
Leider kamen wir um 14:30h an – also Mittagszeit. Vor dem Platz gab es keine Möglichkeit das Gespann zu parken. Zum Glück waren wir die einzigen, die gewartet haben. Was macht man da wohl, wenn 5 Gespanne gleichzeitig anreisen wollen??
Die Frage wurde schnell geklärt!
Um Punkt 15:00h wurde das schmale Tor geöffnet und wir durften einchecken.
Folgender Dialog:
„Ist ja nicht so schön, daß Sie keinen Warteparkplatz haben, oder haben wir da was übersehen?“
„Weiß man ja wohl, daß hier Mittag ist.“
„Nö, weiß man nicht.“
„Ist überall so.“
„Nö, ist nicht überall so.“
„Muß man sich besser informieren.“
„Danke für den konstruktiven Vorschlag.“
„Die andern parken drüben im Wohngebiet.“
„Na, da freuen sich ihre Nachbarn sicher?!“
Sagen wir mal so: die Stimmung war etwas angespannt…Auch das weitere Gespräch verlief eher unangenehm. Unfreundlicher sind wir selten begrüßt worden.
Am Tor hing dann noch ein Schildchen mit der Info, dass das Tor um 20:00h „wegen der extrem früh einsetzenden Dunkelheit (hä???) geschlossen wird. Das habe ich auch noch nie erlebt!
Die Stellplätze waren o.k. – wenn man das Glück hatte, nicht unter einer der zahlreichen Kastanien zu stehen. Das Sanitärgebäude war auch o.k.
Highlight für uns hier war der direkt vom Campingplatz aus an der Donau entlang führende Radweg zur Innenstadt. Bei gemütlicher Fahrweise ist man in ca.10-15 Minuten am Dom.
Wir haben einen ausgiebigen Stadtbummel gemacht und uns die Hauptsehenswürdigkeiten angesehen.
Der Campingplatz liegt angenehm ruhig und so waren wir nach einem erholsamen Schlaf gestärkt für die (früh angesetzte) Abreise:
Ein ankommendes Gespann stand leider in der Einfahrt, also mussten wir erstmal warten, bis die Anmeldeprozedur erledigt war. Gut, da hätte ich eigentlich lieber noch ein halbes Stündchen länger geschlafen. Prima war, daß dann noch zwei weitere Gespanne abreisen wollten und aus dem zweiten Weg Richtung Ausfahrt fuhren. Beherztes Hupen und Winken brachte sich zum Stillstand und die restlichen Camper aus den Betten. Sorry! Es folgte ein Gespannballet unter der Leitung des, mir inzwischen richtig ans Herz gewachsenen, Platzaufsehers. Alle durften schön rückwärts fahren, dann mit einigen Zentimetern Luft an einander vorbei rutschen und schon waren wir draußen. Juchhu! Als ich gewagt habe den kopf zu schütteln und zu fragen, ob das immer so ginge wurde mir ein freundliches: „Schlimmer wird’s bei Ihnen wohl nicht“ von dem Campingplatzdompteur nachgerufen. War wohl eine lokale Abschiedsformel…
Fazit: Azur Camping Regensburg nie wieder, Regensburg selbst aber schon