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Camping - Reiseberichte

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Alt 28.02.2010, 11:17   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #1 (permalink)
Rod
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Standard Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom

-
Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom

Teil 1



Abendstimmung am Gardasee


Die Kultusminister verordnen uns seit Jahren einen zweiwöchigen Herbsturlaub Mitte November - Herbstferien. Eine sch... Zeit, wenn ich das mal so sagen darf. Der goldene Oktober ist in der 2. Hälfte des Monats meist vorbei - und dann wird es ungemütlich. Das letzte Mal, dass ich mit einer kleinen Schaufel nachts einen Wassergraben um unser Zelt gegraben habe, war in einem Oktober an der spanischen Mittelmeerküste. Wir haben uns dann ein festes Zelt auf einem Campingplatz in Südfrankreich gemietet, doch wir wollen reisen und so ist diese Lösung für uns zu unflexibel. Also mieteten wir uns ein Wohnmobil. Das bekommt man im Oktober zum Tiefstpreis und wenn man im Wagen kocht, teilweise frei steht, dann sind die Gesamtkosten erträglich.



Links: Rattenberg am Inn - Rechts: Innenstadt von Rattenberg

Im Herbst 2008 maulten die Kinder, nicht wieder Frankreich, wir wollen woanders hin. Die Brut war renitent und so viel die Wahl auf Norditalien. Ihr seht, wir sind flexibel. Nachmittags am 11. Oktober mit dem Nasenbär – Eura Mobil 580 LS - in Hamburg gestartet und 2:00 Uhr nachts stoppten wir im österreichischen Rattenberg und stellten uns auf einen Parkplatz. Morgens bei einem Spaziergang durch den Ort Brötchen besorgt, die Sonne strahlte, Rattenberg gab sein Bestes um uns willkommen zu heißen, ein prima Start in den Urlaub.



Gardasee - Oberitalien




Gardasee



Links: Garda am Gardasee - Rechts Blick über den See

Am nächsten Tage rollten wir über kleine Alpenstraßen Richtung Gardasee. Problemlos fanden wir um diese Zeit einen Stellplatz und so blieben wir drei Nächte auf einem Campingplatz nahe Bardolino. Uns war nach relaxen zumute. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und wir verstanden, warum schon Goethe vom Gardasee begeistert war. Ein Spaziergang vom Campingplatz entlang des Ufers in den Ort Garda gefiel uns besonders gut. Den Kindern spendierten wir eine Schleppfahrt auf dem See. Sie saßen in großen Reifen und das Motorboot zog sie mit Karacho über die Wasserfläche. Sie waren begeistert und zufrieden.



Cinque Terre - italienische Riviera / Ligurien




Manarola, eines der fünf Cinque-Terre-Dörfer

Cinque Terre, das sind fünf Dörfer, die wie Perlen aufgereiht an einer Steilküste nordwestlich von La Spezia "hängen". Die Häuser stehen dicht gedrängt direkt an den steil abfallenden Felsen und sind für Touristen nur zu Fuß, per Schiff oder mit der Bahn zu erreichen. Für die Bewohner der Dörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore sind winzige Straßen geöffnet. Die Orte sind durch gut gekennzeichnete Wanderwege verbunden, da braucht man keine Karte und kann einfach losziehen.




In den Fels gehauene Wanderwege, die die Dörfer untereinander verbinden

Die Pfade sind teilweise direkt in die Felsen gehauen. Hinter jeder Kurve öffnet sich ein neuer Blick über die teilweise spektakuläre Küstenlandschaft. Die Hänge sind terrassiert, doch auf den wenigsten wird noch Wein angebaut. Maschinen sind in den unteren steilen Hängen kaum einzusetzen und so ist die Weinproduktion dort stark zurückgegangen. Die Pfade gehen an Olivenbäumen vorbei, ab und zu steht ein Orangebaum, alles recht nett.

Allerdings: Cinque Terre ist äußerst beliebt (UNESCO-Weltkulturerbe) und ich möchte mich im Hochsommer nicht mit tausenden anderen Touristen über die Bergpfade quälen. Der November dagegen war genau richtig. Grundsätzlich würde ich Cinque Terre nur in der Nebensaison besuchen. Schaut, dass ihr an einem sonnigen Tag unterwegs seid. Dann ist es zwar heiß, aber im Abendlicht ist die Küste besonders schön. Wir hatten leider durchwachsenes Wetter.



Cinque Terre: Vernazza


Am besten ihr löst an einer Bahnstation außerhalb von Cinque Terre ein Tages-Rückfahrticket. Damit könnt ihr den ganzen Tag Die Bahnen benutzen, die fast stündlich durch alle Orte fahren. Man kann also Teilstrecken wandern und dann wieder ein Stück mit der Bahn fahren. Die fünf Dörfer ziehen sich auf zwölf Kilometer die Küste entlang. Nehmt euch Zeit und geht in den Orten unbedingt die Gassen hinunter zu den kleinen Häfen.

Wir standen auf dem Womo-Stellplatz Campingplatzes "Camping Fornaci SAS" in Deiva Marina/ Fornaci direkt am Meer. In diesem Ort sind wir in die Bahn gestiegen und nach Cinque Terre fahren. Den Campingplatz selbst empfanden wir als eng und dunkel. Duschen waren ok und der Womo-Stellplatz auch, für zwei Nächte völlig ok.




Marmorbrüche von Carrara





Links: Marmorbruch in Carrara - Rechts: Marmorbruch, beachtet für die Größenverhältnisse den Mann auf der Leiter

Nach zwei Übernachtungen ging es weiter Richtung Pisa und Lucca. Auf dem Weg liegen die Marmorbrüche von Carrara, eine gute Adresse, schon Michelangelo hat von dort seine Blöcke bezogen um unter anderem seinen Michelangelo daraus zu meißeln. Bei Regen fuhren wir in die Berge hinein, deren Flanken teilweise abgetragen sind. Die Marmorbrüche sind teilweise riesig und man verliert das Gefühl für die Dimensionen. Erst wenn man einen ameisengroßen Arbeiter entdeckt, wird klar, wie mächtig die Blöcke sind, die sie mit Diamant-Seil-Sägen aus den Bergen schneiden.



Pisa




Das Baptisterium, der Dom und hintern lugt der Schiefe Turm von Pisa hervor

Pisa stand auf unserer Route, doch die Stadt ist immer so voll, dass wir dort nicht übernachten wollten. Guten Mutes navigierten wir unser riesen Schiff durch die engen Gassen Pisas und vor einem Eiscafé nahe dem Schiefen Turm quetschten wir den Nasenbär in eine Lücke. Fünf Minuten später bestaunten die Kinder den berühmten Turm. Da mussten wir rauf. Im Internet hatten wir gelesen, dass man lange vorher elektronisch Karten bestellen muss. Wir suchten die Kasse und siehe da, in der Nebensaison waren noch Karten für die Gruppe um 15:45 Uhr frei.




Links: Schiefe Turm von Pisa - Rechts: Blick auf den Dom vom Turm

Beim Aufstieg auf den Schiefen Turm läuft man sich schwindelig, aber der Blick über die Stadt, auf den Dom und das Baptisterium entschädigen einen. Leider ist der Aufenthalt zeitlich begrenzt, man muss nach 20 oder 30 Minuten wieder runter, denn unten wartet schon die nächste Gruppe. Für uns hat sich der Besuch gelohnt, der Turm ist wirklich einmalig. In den engen Wendeltreppen merkt man, wie schief er ist. Mangels Orientierung mussten wir und mit den Händen an der Wand abstützen, wir und die Kinder hatten viel Spaß.



Lucca - die Schöne




Piazza Amphiteatro in Lucca

Lucca ist ein kleiner Geheimtipp für Toscana-Reisende. Pisa, Florenz oder Siena sind die Hauptattraktionen und entsprechen voll mit Touristen. Der Touri-Auftrieb in Lucca hält sich dagegen in Grenzen und die Stadt hat ihr ganz eigenes Flair. Man merkt sofort, dass die Bürger ihre Stadt lieben und gerne dort unterwegs sind. Luccas Altstadt ist komplett von einer mächtigen Stadtmauer eingeschlossen und in den Gassen und Plätzen hat man ein klein wenig das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben.





Blick vom Torre delle Ore über Lucca

Vom Turm "Torre delle Ore" habt ihr einen schönen Blick über die alte Stadt und in die Hügel des Umlandes. Und schaut euch die "Piazza Amphiteatro" an. Das ist ein großer ovaler Platz, dessen Häuser auf den Grundmauern eines römischen Amphitheaters errichtet wurden. Das Oval ist noch vollständig erhalten und in den Cafés auf dem Amphiteatro sitzt man ausgezeichnet.



Links: Altes Handwerk - Rechts: Slow-Food-Laden


Kulinarisch lassen es die Geschäfte in Lucca krachen. Allenthalben Bäckereien oder Slow-Food-Läden, deren Inneneinrichtung mehr als 100 Jahre alt ist. Selbst einfache Lebensmittel wie Bohnen oder Linsen werden dort in zahlreichen Sorten angeboten. In Nebenstraßen kann man hin und wieder einen Blick auf altes Handwerk erhaschen. Ein alter Kunstschreiner arbeitet an einer mit Intarsien verzierten Schatulle und ließ und gerne zuschauen.

Hier geht es zu der Diashow

Folgt Teil 2 mit Greve, Siena, Saturnia, Rom und San Marino
Rod ist offline  
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Alt 28.02.2010, 11:26   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #2 (permalink)
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Rod
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Standard Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom

Teil 2 von: Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom

Greve an der Weinstraße - "Via Chiantigiana"




Zwischen Florenz und Siena auf der Weinstraße "Via Chiantigiana"

Manchmal sind wir Kulturbanausen. Nach Lucca mochten wir keine große Stadt mehr sehen und ließen auf dem Weg durch das Kernland des Chianti-Weines Florenz einfach links liegen. Die Fahrt ging an der Kunstmetropole vorbei auf der sogenannten Weinstraße SS222, der "Via Chiantigiana", die von Florenz über Greve in Chianti nach Siena führt.


]

Links: Weinreben im Chianti-Gebiet - Rechts: Karge Landschaft



In der "Enoteca del Chianti Classico Nero"

Auf dieser Route liegen zahlreiche bekannte und gute Weingüter der Toscana und Greve ist das Zentrum der Weinregion. Auf dem dortigen Marktplatz war gerade Markt und wir deckten uns mit Früchten und Gemüse ein. Dann auf in die "Enoteca del Chianti Classico Gallo Nero". In dem Kellergewölbe findet man nahezu alle Weine der Region, eine unglaubliche Auswahl. Das Beste, man kann ca. 150 Weine probieren. Dafür kauft man für fünf, zehn oder mehr Euro einen Chip. Mit diesem lassen sich die Automaten bedienen, an denen die Weinflaschen hängen. Je teurer der Wein, um so mehr kostet auch ein 1/10 Liter. Die Tafelweine beginnen bei 50 Cent. Die Enoteca bietet damit einen Service, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die meisten Probierläden haben maximal 10 bis 25 Weine offen zum Verkosten.



Siena




Piazza del Campo mit dem Turm des Rathauses - Palazzo Pubblico

Siena, die alte Konkurrentin von Florenz, hat in ihrer Altstadt trotz tausender Touristen ihren Charme bewahrt. Ein abendlicher Bummel durch die Gassen ist in der Nebensaison ein Genuss. Und fast alle Straßen führen auf die Piazza del Campo vor dem Palazzo Publico, dem Rathaus. Hier treffen sich die Spaziergänger, die Szene, Jugendliche. Auf dem großen Platz findet jeder sein Plätzchen. Die umliegenden Bars und Cafés laden zum nicht ganz preiswerten Wein ein.



Alte Häuser an der Piazza del Campo

Wir waren nur eine Nacht in Siena, uns zog es nach Rom. Die Stadt der Städte hatten wir noch nie besucht. Doch auf dem Weg nach Rom erfüllten wir uns einen alten Wunsch, die Schwefelquellen von Saturnia. Der Ort liegt landeinwärts in der toskanischen Maremma.



Schwefelquellen von Saturnia



Sinterterrassen mit Schwefelwasser in Saturnia


„Warum sitzt der Opa im Bademantel auf der Vespa“, wunderten sich unsere Kinder. Da war klar, wir sind kurz vor der frei zugängigen Cascate des Mulio. Eine kleine Sinterbecken-Kaskade mitten in der Landschaft am Rande eines kleinen Wäldchens. Jeder der Lust hat, fährt dorthin und aalt sich so lange er mag in dem 37 Grad warmen Schwefelwasser. Es stinkt weniger als befürchtet, doch der Geruch wird einem eine Weile anhängen, ist aber in der Region nichts Anrüchiges. Wir standen mit dem Wohnmobil auf einem etwa drei Kilometer entfernt Stellplatz. Ein kostenloser Bus-Shuttle brachte uns zu den Quellen. Wir legten uns mittags rein und krochen abends gut durchgewärmt in die Betten.



Links: Terassen mit dem 37 Grad warmen Schwefelwasser - Rechts: Zufluss zu den Terassen

Vom Womo-Stellplatz fährt abends ein Bus in den seht stimmungsvollen Ort Saturnia. Als sich nur ein italienisches Ehepaar und meine Frau und ich an der Abfahrtsstelle einfanden, fürchteten wir schon, dass die Fahrt ausfällt. Als der Busfahrer unser kleines Grüppchen sah, drückte er dem Italiener den Schlüssel zum hauseigenen Fiat Panda in die Hand und wünschte uns viel Spaß, wir würden schon miteinander klarkommen. So war es auch, wir hüpften mit der ollen Kiste nach Saturnia und machten einen Rückfahrtzeitpunkt aus.




Links: Restaurant in Saturnia - Rechts: Kleine Bar mit Spezialitäten

Der kleine Ort liegt oben auf einem Travertinfelsen und hat etruskische Wurzeln. Zur Hauptsaison muss es hier voll sein, doch im Oktober schlenderten wir nachts durch die Gassen und kehrten in einen kleinen Laden ein, eine Mischung aus Feinkostgeschäft und Bar. En wenig in den Auslagen stöbern, dazu einen Rotwein und etwas Käse oder Schinken ...



Rom


Rom - Tiber mit der Engelsburg, Mausoleum und Fluchtburg der Päpste

Gut durchgeweicht und erholt durch die saturnischen Schwefelquellen machten wir uns entlang der Küste auf in die ewige Stadt. Am Rande von Rom fanden wir den Campingplatz XXX und übernachteten mit der CC-Card für XXX Euro. Ein kleiner Bus-Shuttle brachte uns zu nächstgelegenen Vorortbahn, mit der wir in die Metropole ratterten. Dort eine der beiden U-Bahnen geentert und am Hauptbahnhof – Stazione Termini – mit einem den offenen Touri-Doppeldeckerbus auf eine Rundfahrt durch die Stadt gemacht.

In großen Städten nutzen wir immer die Bus-Rundtouren, die meist im Stundentakt fahren. An verschiedenen Haltepunkten (Sehenswürdigkeiten) kann man aussteigen und mit dem nächsten Bus weiterfahren. So bekommt man bequem einen guten Überblick über die Stadt.




Links: Petersplatz mit Dom - Rechts: Trevi-Brunnen


Wir waren überrascht, wie dicht Rom ist. Man hat das Gefühl gleichzeitig durch die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit zu gehen. Im Vergleich zu Paris ist die Stadt eng . Im Kern fehlen subjektiv die großen Alleen und Plätze. Natürlich ist der Petersplatz vor dem Petersdom groß und das Kolosseum riesig. Doch insgesamt überfordert Rom, zu viel e Eindrücke, Stimmen, Gerüche. Andererseits schätzen wir die kleinen Straßen mit den vielfältigen Läden. Das Angebot scheint uns bei weitem nicht so normiert, wie in anderen Metropolen.

Nach 12 Stunden waren wir immer froh, auf unserem grünen Campingplatz die Stadt abzuschütteln. Unter Baumkronen lassen sich die Eindrücke und Empfindungen besser sortieren. Rom, wie kommen wieder.



San Marino




Links: Regierungspalast in San Marino - Rechts: Straße in San Marino


Die ewige Stadt war der südlichste Punkt unserer zweiwöchigen Reise. Jetzt mussten wir Torte kaufen gehen. Vor einiger Zeit hatten wir auf dem Caravan Salon in Düsseldorf am Stand von San Marino - leider stellt der Kleinstaat nicht mehr auf der Messe aus - eine Torte namens „Torta Titano“ gekauft. Diese Kalorienbombe besteht aus einer festen Kaffee-Creme umhüllt von leichtem Mandelteig mit Schokoguss an den Seiten. Also auf in die Zwergenrepublik nach der Adriaküste.

Die Autobahn E45/SS3bis von Rom an Perugia vorbei nach San Marino war im Herbst 2008 unglaublich. Allenthalben standen Schilder: Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Meist bin ich nur 70 gefahren, ich hatte Angst, dass es die Hinterachse in einem der unzähligen Schlaglöcher herausreißt. Dafür entschädigt die schöne Landschaft, für die der Fahrer jedoch kaum einen Blick übrig hat.




Herbststimmung in San Marino

San Marino ist bestens organisiert, in allem. Parkt auf einem der offiziellen Plätze uns lasst euch mit Liften und Fahrstühlen in die Altstadt hinauf schaufeln. Für Touristen wird alles getan, und die lassen ihr Geld gerne im steuerbegünstigten San Marino. Die auf dem Berg liegende Altstadt war abends in herbstliche Nebel gehüllt und das Licht der Laternen tauchte sie in ein fast märchenhaftes Licht. San Marino in der Nebensaison ist klasse, für die Hauptsaison lassen die riesigen Busparkplätze schlimmes befürchten.



Porto Garibaldi - Comacchio




Frisches Meeresgetier in Porto Garibaldi


Wir übernachteten mit dem Wohnmobil nahe der Adriaküste. Morgens parkten wir an der Kaimauer von Porto Garibaldi, kauften bei den Fischern direkt vom Kutter ein, besorgten uns Brot und Brötchen bei den gegenüberliegenden Geschäften und tafelten im Womo mit Blick auf den geschäftigen Hafen.




Comacchio, von Kanälen durchzogen

Bei einem kurzen Stopp schauten wir uns das ca. sieben Kilometer entfernte Comacchio an. Der mittelalterliche Ort liegt am Mündungsdelta des Flusses Po. Früher war es eine reine Lagunenstadt und noch heute durchziehen Kanäle die Stadt. Die Brücken erinnern ein wenig an Venedig.

Nach knapp zwei Wochen düsten wir mit dem Dickschiff wieder Richtung Hamburg. Ein Italien-Trip, der nicht der letzte sein dürfte.

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Beste Grüße, Rod
Rod ist offline  
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Alt 28.02.2010, 11:46   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #3 (permalink)
joke52
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Einfach nur Klasse ! Danke, ein bewölkter regnerischer Sonntag sieht gleich ganz anders aus
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Alt 01.03.2010, 11:33   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #4 (permalink)
Ande
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Hey, das ist ein echt toller Reisebericht!

da bekomme ich gleich ganz schlimmes Fernweh.....

lg ande


(noch 3mal aufstehen bis zum ersten langen Wochenende mit Womo)
Ande ist offline  
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Alt 03.03.2010, 15:33   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #5 (permalink)
PG
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Hallo Rod,

der Reisebericht ist ja schon klasse, aber die Bilder in der "slideshow" sind sensationell.
Bist Du Profifotograph? So sieht es für mich aus.

Mit welcher Kamera und welchem Zubehör sind die Bilder gemacht; ich weiß, dass man auch mit einfachen Mitteln tolle Bilder machen kann, aber solche?

Die Ausrüstung und Software würde mich vor allem wegen der Panorama-Bilder und der Bilder in der Dämmerung interessieren.

Nochmals vielen Dank für den Bericht und die "show".

Gruß PG
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Alt 03.03.2010, 21:23   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #6 (permalink)
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Rod
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Hallo alle,

danke für die Blumen.

@PG: Ich fotografiere in der Tat mit einer alten Canon IXUS 50, 5 Megapixel aus dem Jahr 2005. Klick: IXUS 50. Aus Sicht der Marketingleute kann die überhaupt nicht mehr funktionieren.

Die Bilder bearbeite ich mit einem einfachen aber effektiven und preiswertem Programm namens FixFoto nach. Die haben auch ein gutes Forum für Hilfestellungen.

Im Einzelnen mache ich:
  • (Rauschverminderung, wenn nötig, aber möglichst wenig)
  • (Horizont gerade richten, falls nötig)
  • Ausschnitt auswählen, das sind schon mal 60 % des Erfolges. Bei mir ist nahezu kein Foto unbeschnitten. Das liegt schon an meinem "gammeligen" Sucher, da erkennt man kaum noch was.
  • Kontrast anpassen über Histogramm und einer regelbaren Kontrast-Halbautomatik.
  • und meist lasse ich noch Plugin für Fixfoto zu Bildverbesserung drüber laufen. Entweder "Perfectly Clear" oder "I2E". Aber unbedingt die Eingriffswerte wie Schärfe usw. zurückregeln. Da braucht man aber etwas Übung, um zu wissen, was die Plugins machen. Keinesfalls mit den Standardeinstellungen verwenden.
  • Ganz selten arbeite ich mit lokaler Retusche

Die meisten Arbeitsschritte kann man auch mit kostenlosen Programmen wie z. B. Picasa machen.

Wer ein kostenloses aber sehr leistungsfähiges Programm sucht, der ist mit GIMP gut bedient. Aber unbedingt ein GIMP-Buch kaufen. Das Programm hat ne satte Lernkurve.


Für die Panoramen verwende ich eine altes Programm "Stitcher Express", heute von Autodesk. Gibt es aber nicht mehr, nur noch die sehr teure Variante.

Hier sind teilweise preiswertere Pano-Programme. Unbedingt testen, wie sie arbeiten und vor allem, ob einem die jeweilige Bedienung liegt.

http://hugin.sourceforge.net/

http://www.tshsoft.de/de/index

http://www.autopano.net/en/


Die Fotos organisiere ich mit IdImager.

Beste Grüße, Rod
Rod ist offline  
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Alt 04.03.2010, 08:42   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #7 (permalink)
PG
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Hallo Rod,

vielen Dank für Deine Antwort.
Die meisten Programme kenne ich und mit der Bildbearbeitung habe ich auch ein wenig Erfahrung. Aber ich erkenne in Deiner Aussage, dass das Beschneiden 60% Deines Erfolges ausmacht, noch ein großes Betätigungsfeld für mich.
Von Panoramen und den Möglichkeiten hierbei habe ich nur in Fotozeitschriften (z. B. Fotohits) gelesen.

Ich schaue mir Deine "slideshow" immer wieder an und bin begeistert.

Gruß PG
PG ist gerade online  
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Alt 06.03.2010, 11:58   Herbsturlaub 2008 - Gardasee - Cinque Terre - Rom Beitrag #8 (permalink)
Threadersteller 
Rod
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Hallo PG,

noch ganz kurz, ohne zu sehr off topic zu werden.

Das Wichtigste: Ich werfe manchmal bis zu 80 % der Bilder weg. Was technisch nicht ok ist: konsequent weg. Was keine Bildaussage hat: konsequent weg. Ausnahme: Es ist ein persönliches Erinnerungsbild wie: Tante Else macht'n Kopfstand auf dem Autodach. Da ist die Technik wurscht, das Foto bleibt aber in der Familie.

Bei ca. 90 % all meiner Fotos nehme ich nur einen Ausschnitt. Das liegt aber auch ein wenig an meinem sehr schlechten Sucher-Display. Sonst würde der Anteil vermutlich bei 80 % liegen.

Kontrastanpassung ist technisch noch wichtig.

Panoramen einfach probieren. Hole dir Testversionen von zwei Programmen und fange einfach an. Alle meine Pano-Einzelbilder habe ich aus der Hand gemacht. Wichtig, sie müssen sich um etwa ein Drittel überlappen.

Lass dich zunächst nicht von Nodalpunkt, Nodalpunktadapter, Gradraster usw. irritieren. Das brauchst du erst wirklich, wenn du 360-Grad-Archtitektur-Panos machst.

Beste Grüße, Rod
Rod ist offline  
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