Meine Erfahrung mit Corsica Ferries:
Wir waren dieses Jahr in Korsika und haben bei Corsica Ferries gebucht.
Bei der Rückfahrt am 20.07.2010 erlebten wir eine eine böse Überraschung.
Wir kamen am 20.07.2010 gegen 20:00 Uhr mit vollgepacken Auto in Bastia im Fährhafen an und mussten feststellen das unsere Fähre die um 21:00 Uhr Richtung Savona ablegen sollte storniert worden ist.
Ich erkundigte mich im Fährbüro über die Möglichkeiten einer Umbuchung.
Die freundliche Dame erklärte mir das an diesem Tag nur noch eine Fähre Richtung Toulon (Südfrankreich) fahren würde.
Sie sagte uns das aber lediglich ein Warteticket möglich wäre.
(falls beim Verladen der Fahrzeuge noch Platz sein sollte kommen wir an Bord)
Dafür entschieden wir uns dann auch. (Was sollten wir auch sonst machen)
Im Fährbüro wurde uns ein Verzehrgutschein über 15.-Euro als Entschuldigung ausgestellt.
Die Fähre sollte um 21:00 Uhr ablegen, hatte aber Verspätung und kam erst gegen 00:00 Uhr.
Um 1:00 Uhr nachts waren alle Fahrzeuge verladen und es war noch eine Lücke frei sodass wir auch an Bord konnten.
Wir hatten bei unserer ursprünglichen Fährverbindung eine Kabine gebucht.
Da wir nicht wussten ob wir auf dieser Fähre auch eine Kabine bekommen haben wir sicherheitshalber unsere Isomatten und Schlafsäcke mit an Deck genommen.
Wie sich herausstellte war das auch eine gute Entscheidung.
An der Rezeption fragte ich ob noch eine Kabine frei wäre.
Ich zeigte der Mitarbeiterin mein Ticket von der stornierten Fährverbindung.
Daraus war ersichtlich das ich
eine Kabine gebucht hatte.
Sie sagte mir
sie hätte eine Kabine frei, die bekomme ich aber nur wenn ich an Ort und Stelle noch mal 82.-Euro bezahle
Dazu war ich nicht bereit und wir sind mit unseren Schafsäcken zum hinteren Bereich der Fähre gelaufen.
Dort war ein Pool und ein Barbereich mit Liegestühlen.
Es hielten sich außer uns noch ungefähr 30-40 andere "gestrandete Urlauber" auf die sich zum Schlafen auf den Liegestühlen niederließen.
Gegen 2:15 Uhr wurde ich von einem Mitarbeiter geweckt und er gab mir zu verstehen das er uns 15 Minuten gibt um unseren Schlafplatz zu verlassen da nun das Deck gereinigt wird.
Wir haben dann unsere schlafenden Kinder in einen hell erleuchteten Gang in in die Fähre getragen und haben uns anschließend auch auf den Boden in den Gang gelegt.
Unser Schlafplatz im Gang:

Blick von unserem Schafplatz auf das Hinterdeck wo wir ursprünglich schlafen wollten:
Über Nacht sind dann mehrfach Passagiere über unsere Schlafsäcke gestolpert so das an Schlafen kaum zu denken war.
Am nächsten Morgen gegen 8:30 Uhr legte die Fähre in Toulon an.
Normalerweise wären wir von Savona aus über die Schweiz gefahren und wären noch ein paar Tage in der Schweiz geblieben. Nun waren wir aber in Südfrankreich und entschieden uns nonstop nach Hause zu fahren.
Fazit: - Wir hatten eine deutlich weitere Fahrtstrecke von Toulon aus.
- Wir fuhren die Mautpflichtige Autobahn durch Frankreich
(Für die Schweiz hätten wir eine Vignette gehabt)
Aber folgendes ärgert mich am Meisten:- Warum versucht man in dieser Situation noch ein Geschäft zu machen und verlangt 82.-Euro für die Kabine.
- Warum schauten die Angestellten der Fähre zu wie sich viele Leute auf Hinterdeck schlafen legen und wecken sie dann 45 Minuten später weil das Deck geputzt wird.
Uns hat es nicht so hart erwischt wie manchen anderen.
Wir haben Familien mit Säuglingen gesehen die über Nacht in den Gängen saßen weil sie keine Kabine bekommen haben,
oder auch Leute die nicht wie wir aus dem Campingurlaub gekommen sind, die lagen dann teilweise ohne Decke und Unterlage in den Gängen.
Wir sind schon oft Fähre gefahren, allerdings auf der Griechenland Route, aber so etwas haben wir noch nie erlebt.
Ich werde Corsica Ferries anschreiben und um eine Stellungnahme bitten.
Ich weis auf diese Weise zumindest mit welcher Fährgesellschaft ich künftig nicht mehr fahren werde.
Ergänzung:
Ich hatte daraufhin Corsica Ferries angeschrieben.
--Hier-- der Schriftverkehr.
Ich denke ich brauche den Schriftverkehr nicht zu kommentieren.
Es bleibt jedem selbst überlassen seine Schlüsse daraus zu ziehen.
Viele Grüsse,
Michael