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23.08.2010, 21:33
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #9 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Moin,
hinter dem von Troll60 genannten Link findet sich ein Faltplatt.
Dort zweite Seite blaues Feld, drittletzter Absatz.
Daran steht sinngemäß, dass die Firma EPC die Mautgebühren einzieht, sofern man nicht an der automatischen Bezahlung teilnimmt.
Man erhält demzufolge eine Rechnung.
Erst wenn die nicht gezahlt wird gibt Mahngebühren.
Rechnungen, egal von wem, werden i.d.R. ja mit der Post verschickt.
Und kommen leider auch mal weg.
Meist wird dann sofort gemahnt, mit Gebühren usw.
Das ist aber haltlos, weil der Nachweis ja gar nicht geführt werden kann, wann der Empfänger die Post erhalten hat bzw. ob der Rechnungssteller die Rechnung überhaupt verschickt hat.
Meistens rudern die Ersteller mit den Mahngebühren auch ganz schnell zurück, wenn man nach dem Nachweis fragt.
Aber man kann es mal probieren.
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23.08.2010, 22:58
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #10 (permalink)
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Neuer Benutzer
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Hallo Karlfried,
das mit der Maut in Norwegen ist etwas schwierig.
Also um durch alle Mautstationen einfach durchfahren zu können hättest du entweder ein AutoPass Gerät vor deinen Urlaub mieten müssen oder einfacher bei AutoPass.no dein KFZ Kennzeichen registrieren (währe auch max. 14 Tage nach der ersten Mautnutzung möglich gewesen) und die hätten es vom Visa Karten Konto eingezogen.
Wenn die neuen Mautstation keine Möglichkeit zum Bezahlen hatten hättest du durchfahren können und würdest auch im nachhinein nur die Normalen Gebühren bezahlt.
Wenn du mit deinen Fahrzeug (nicht regestriert bei AutoPass) durch eine Mautstation gefahren bist, wo man die Gebühr vor Ort bezahlen hätten können und du einfach durchgefahren bist, mußt du mit einem Verwarngeld rechnen. Diese sind in Norwegen recht hoch, die 40 € kommen hin.
EPC plc London ist das offizielle Unternehmen, was für Norwegen die Maut eintreibt.
Du müsstest das Verwarngeld zahlen. Falls du in den nächsten Jahren wieder nach Norwegen fährst mit dem selben Fahrzeug (Kennzeichen) könnte es passieren das du bei einer Kontrolle vor Ort zur Rechenschaft gezogen wirst.
http://www.autopass.no/Besucher
Übrigens war ich die letzten 3 Jahre in Norwegen unterwegs und weder von Bergen noch von Stavanger ahbe ich Post erhalten, obwohl ich da öfter rein und raus gefahren bin.
Von diesem Jahr warten wir noch. Stavanger, Kristiansand und ein paar Tunnel hatten nur Autopassspuren mal schaun wann oder ob dieses mal Post kommt.
ha det Dominic
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24.08.2010, 07:06
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #11 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Antwort
Wir waren letzten 11 Jahre immer in Norwegen,da habe ich
drei mal Post aus London bekommen,trotz zweimaliger Mahnung habe ich nach Rücksprache beim ADAC nicht bezahlt.Ich bin danach noch vier mal in Norwegen gewesen
und war zwei mal in der Polizeikontrolle,dort hat es Niemanden interessiert das ich mal keine Mautbezahlt hatte.
Im Forum der Norwegenfreunde hat man Seitenlang über
dieses Thema diskotiert,also wie ich schon geschrieben habe,
nicht bezahlen.Anders ist es wenn das neue Abkommen in
Kraft tritt,da zieht der deutsche Viskus die Knölchengebühren
die über 70,- Eur sind ein!!!!
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24.08.2010, 07:42
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #12 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Moin,
also ich bin mit meiner Mautprellerei aus dem Jahre 2009 inzwischen soweit, dass ich keine Post mehr aus London erhalte. Die Drohbriefe kommen nun von einen Deutschen Inkassounternehmen namens Media Inkasso aus Verl. Auch hier stiegen mit jedem jedem Schreiben die Gebühren und die Zahlfristen wurden immer kürzer. Dann bot man mir mehrmals Ratenzahlung an. Der aktuelle Stand ist, dass Media Inkasso von der Ratenzahlung wieder abgerückt ist und mir nun eine Einmalzahlung eines geringeren Betrages anbietet. Die Zahlfrist läuft heute ab. Mal sehen was sich nächste Woche im Briefkasten findet.
Achso, mein Rechtsberater meinte die können mir nix anhaben, weil es noch kein Abkommen zwischen D und N gibt. Ab Oktober könnte die Sache anders aussehen, wenn es um Beträge über 70,- Euro geht. Aber das trifft für die Straßen-Maut selbst in Norwegen nur selten zu.
Gruss
Torsten, der auch dieses Jahr in Norwegen war und ohne Verhaftung wieder ausreisen durfte.
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24.08.2010, 18:32
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #13 (permalink)
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Hallo,
erst mal herzlichen Dank allen die mir geantwortet haben, es hat mir sehr geholfen und mich auch sicherer gemacht mit dem was ich tun werde.
Ich denke mal ich werde die 3,31 € Maut überweisen und sonst nichts, ansonsten sollen sie mir den Buckel runterrutschen.
Mit freundlichen Grüßen Karlfried
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26.08.2010, 10:41
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #14 (permalink)
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Hallo zusammen,
ich weiß nun mehr, ich habe einen Bericht vom ADAC gefunden, den sollten sich die Norwegenfahrer sehr gut durchlesen.
Die ruppige Jagd auf Bußgeld-Sünder
Nachrichten, 21.04.2008, Gerd Niewerth
Brüssel. Der ADAC warnt vor unseriösen Praktiken von Inkasso-Büros im Ausland. Dafür gebe es „keine rechtliche Grundlage in Deutschland“.
Wenn private Inkasso-Büros Jagd auf Park- und Mautsünder in ganz Europa machen, geht es mitunter sehr ruppig zu. Sie verlangen unerschämt hohe Bußgelder und drohen mit Gerichtsverfahren oder sogar mit der Einschränkung der Kreditwürdigkeit.
Zu den Marktführern in Europa zählt die britische Gesellschaft „Euro Parking Collection“ (EPC), die Kritiker als „Raubritter“ anprangern. „Die Zahlungsaufforderungen von EPC führen zu großer Verunsicherung bei deutschen Autofahrern“, sagt ADAC-Verkehrsjurist Michael Nissen, der zugleich deutlich macht: „Die Vollstreckung der Forderungen ist in Deutschland nicht möglich.“
Ein typischer Fall trug sich jüngst in Norwegen zu. Betroffen ist ein ADAC-Mitglied, das von EPC als Mautpreller eingestuft und im Auftrag der norwegischen Mautgesellschaft zur Zahlung von 40 Euro Bußgeld aufgefordert wurde. Das Dreiste daran: Der Autofahrer hatte die Maut bezahlt und die Quittung über zwei Euro sogar aufbewahrt. Zwar legte er gegen den „Bußgeldbescheid“ Widerspruch ein, doch dieser wurde ohne Begründung abgelehnt. Stattdessen erhielt er eine weitere Zahlungsaufforderung, diesmal über 60 Euro. Wer die Einsprüche letzten Endes bearbeitet – EPC oder der norwegische Auftraggeber – bleibt schleierhaft.
Florierendes Geschäft
Seit der Gründung vor zehn Jahren hat „Euro Parking Collection" ein weit verzweigtes Inkasso-Netz über Europa ausgeworfen. Die Briten arbeiten für Kommunen in Belgien, Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien und Kroatien. Neben der Unternehmenszentrale im Londoner East End unterhält EPC eine Beschwerdestelle in Belgien. Die Bußgeld-Jagd für ausländische Kommunen ist ein florierendes Geschäft. Auch immer mehr deutsche Anwaltskanzleien versuchen daran zu verdienen.
Umstritten ist aus Sicht vieler Verkehrsjuristen das Verhalten des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg. Wird die Bundesbehörde wegen eines Parkvergehens im Ausland angeschrieben, rückt sie umgehend die Daten des gesuchten Fahrzeughalters heraus – auch gegenüber privaten Geldeintreibern wie EPC. „Das Kraftfahrtbundesamt muss so handeln, weil ein berechtigtes Interesse vorliegt“, sagt Michael Nissen.
Auch wenn sich die Inkasso-Büros zunehmend einen seriösen Anstrich geben, indem sie sich als „Verwaltungshelfer“ ausgeben und deutsche Autofahrer sogar in ihrer Muttersprache anschreiben, steht der ADAC den Praktiken der Branche weiterhin kritisch gegenüber. „EPC und andere spielen mit falschen Tatsachen, indem sie auf ein nicht existentes Vollstreckungsrecht verweisen“, sagt der Verkehrsjurist. Nach deutschem Recht gehört das Eintreiben von Bußgeldern nicht in die Hände privater Firmen, es ist eine staatliche Hoheitsaufgabe. Indem EPC auffällig oft mit amtlichen Begriffen wie „Strafmandat“, „Bußgeld“ und „Aktenzeichen“ operiert , will es sich aber ein seriöses Behörden-Image verpassen.
Mitunter beschleicht ADAC-Mann Nissen der schlimme Verdacht, dass ausländische Autofahrer von besonders geschäftstüchtigen Gemeinden regelrecht abgezockt werden: „Ich glaube nicht, dass ungarische Autofahrer für ein Knöllchen am Plattensee ebenfalls 60 Euro bezahlen müssen.“
Auch wenn sich ausländische Zahlungsaufforderungen in Deutschland nicht vollstrecken lassen, rät der ADAC keinesfalls dazu, Knöllchen nicht zu bezahlen. Wer zum Beispiel ein Ferienhaus in Norwegen sein Eigen nennt, sollte berechtigte Bußgelder auf jeden Fall zahlen. Sonst kommt das „dicke Ende“ bei der nächsten Einreise.
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26.08.2010, 10:43
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #15 (permalink)
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Hallo,
da ich in nächster Zeit nicht mehr nach Norwegen will werde ich nun alle Briefe von EPC in den Papierkorb werfen.
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26.08.2010, 17:28
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Norwegenmaut Hilfe! Beitrag #16 (permalink)
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Mir fällt dazu ein, dass Kommunikation das A und O sind. Ein Kontakt zu der Rechnung stellenden Behörde in Norwegen ist sicher sinnvoll, zumal die meisten wohl gar nicht die Maut prellen wollen. Oft lässt sich so einiges klären.
Andererseits ist das Geschäftsgebaren von Inkassofrirmen bekannterweise ruppig. Diese Firmen leben nicht von Nettigkeit, sondern von Mahngebühren. Es wundert jedoch, dass sich Norwegen die Blöße gibt, auf eine solch unseriöse Art Gebühren einzutreiben.
Abseits des Themas:
Nach einem 2. Versuch im letzten Jahr, Norwegen als Urlaubsland zu gewinnen, bin ich nicht wirklich überzeugt gewesen: ein so dünn besiedeltes Land und gleichzeitig steht überall, wohin man schaut, hier ne Hütte und da ne Hütte. Sagt ein Deutscher, der wegen Arbeit nach Norwegen ausgewandert ist: "Das ist ein echtes Problem mit der Zersiedelung. Und gleichzeitig sind die Norweger echte Umweltsünder und der einzige Grund, dass es noch keine bedrohlichen Ausmaße hat, ist, dass es so wenig Norweger gibt. Norweger sind Schweine!"
Ganz so derb will ich das nicht formulieren, aber was ich damit sagen will, ist, dass ich, wenn ich das mit der Maut so lese und welch üble Geschichten da passieren, mir die Lust vergeht, überhaupt einen Fuß nach Norwegen hinein zu setzen. Da bleibe ich im ebenfalls sehr nordischen Schweden, brauche mir keine Gedanke über Maut innerhalb des Landes zu machen und genieße die Großzügigkeit bei der Einfahrt nach Stockholm Ausländern gegenüber, weil sie nicht bemautet werden.
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