Wer mit Zelt oder Camper auf die Kurische Nehrung fährt, hat (auch aufgrund der hier strengen Umweltschutzbestimmungen) gar keine Alternative: Man fährt bis fast ans Ende des litauischen Teils der Nehrung nach Süden und biegt erst bei der dritten Abfahrt nach Nida links ab.
Hier erwartet den Camper eine wunderschön gelegene, erstaunlich große Anlage mit Tennisplatz, Zeltwiese, Spielplatz und einem Sanitärhaus, das bei unserem Besuch im Hochsommer in Umfang und Pflege anständig war.
Einmal täglich latscht ein Platzanweiser übers Terrain und schaut, ob auch alles seine Ordnung hat, ansonsten wird man hier völlig in Ruhe gelassen.
Das Publikum ist sehr gemischt: Neben vielen Litauern, die ebenfalls die Qualitäten ihrer "Neringa" kennen, trifft man hier einige Deutsche, Finnen, Polen und weitere. Die Rezeption kann litauisch, russisch, englisch und einige auch deutsch.
Vom Campingplatz kann man leicht zu Fuß über den Parniddener Berg entlang eines Waldweges in den Hauptort Nida kommen für einen Ausflug, und durch einen Hinterausgang des Platzes kann man in wenigen Schritten zu dem sehr empfehlenswerten Lokal "Užeiga Senas Žvejas
(Kneipe zum alten Fischer)" kommen, wo man auch die berühmten
Cepelinai und das litauische Bier
Švyturys serviert bekommt.
Da der Campingplatz im Sommer regelrecht überrannt wird und Reservierungen nur für Gruppen angenommen werden, muß man sich evtl. darauf einlassen, eine oder zwei Nächte "irgendwo auf halbneun" auf dem Platz zu stehen und sich mit Leuten arrangieren, die eh nicht so bald wegfahren wollen, und deren Fahrzeug zuparken. Das ist auf dem Platz Usus, und man bekommt von der Rezeption auch den Tip, sich mittags einen neuen Platz zu suchen, wenn das Auschecken schon vorbei ist (12:00) und das Einchecken noch nicht angefangen hat (13:00).
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Parzellenlose Zeltwiese; ohne Wasser und Strom direkt am Platz.
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Durch Baumstämme abgegrenzte Parzellen, je 6 teilen sich einen Strom- und Wasseranschluß.