Hier geht es um meine Erfahrungen als Student. Wenig Geld, zu wenig Zeit und trotzdem Lust auf Reisen. Sonne, Strand und Meer waren nicht unbedingt die Hauptinhalte von meinen Reisewünschen.
Also das magere Geld zusammen gekratzt, billiges Bahnticket und ab nach Schweden. Das Fahrrad war natürlich mit dabei, wenn auch das nach Dänemark ein kleines Problem war, man musste es voraus senden. Und in Schweden ging es selbst bei rein nationalen Fahrten nie selber zum Mitnehmen. Aber man konnte so teure Fahrten mit der Bahn sparen. Nur zurück ging es dann doch mit der Bahn. Oder mal unterwegs bei sehr schlechtem Wetter einen Überlandbus, bei dem das Fahrrad umsonst im Laderaum mitfuhr.
Angekommen in Schweden (Göteborg) ging es mit Freund Wolfgang ab Richtung Dalarna. Und jetzt kommen die Spartipps:
- übernachtet wurde weit abseits von Campingplätzen
- meist war ein See in der Nähe für das kühle Bad statt der warmen Dusche
- Einkauf in den jeweils am Wegesrande befindlichen Supermärkten
- zum Frühstück Müsli mit Filmjölk und Lingon, schmackhaft und gehaltvoll
- warmes Essen gab es vom Campingkocher statt aus dem Restaurant
- Fleisch gab es nie, dafür Lachs, der war preiswerter
- alle paar Tage zelteten wir zum warmen Duschen auf einem Campingplatz
Insgesamt hat so eine Reise nie viel gekostet. Einmal habe ich das mit Wolfgang gemacht, einmal allein. Gesehen haben wir sehr viel und ich habe ein paar sehr nette Schweden kennen gelernt, zu denen ich auch nach mehr als 20 Jahren immer noch engen Kontakt pflege.
Einen Zelturlaub nur auf Campingplätzen hätten wir uns nicht leisten können, und ebenso hätten wir die Schweden nicht kennen gelernt.
Auch heute kann man auf diese Weise in Skandinavien sehr preiswert Urlaub machen. Das gilt nicht für Dänemark, da ist das Zelten im Freien nicht so ohne weiteres möglich (obwohl: wir haben das so gemacht, z.B. an einer Bucht bei Vejle). In Norwegen und Schweden ist das aber immer noch sehr einfach möglich.