Hi!
Zitat:
Zitat von HDF
Wenn das doch endlich mal jemand ein bisschen fundiert und vor allem nachvollziehbar belegen könnte (Angabe Quelle oder Berechnung).
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Ich versuch mich mal darin... Ansich gehörte auch ein Teil E-Technik zu meiner Ausbildung, aber den Anteil braucht man als Admin so selten...
Der
Spannungsabfall vom "Hausanschluß" zur Verbraucher-Steckdose soll nach DIN VDE 0100-520 maximal
Uv=4% betragen. Spannungsabfall ist der "Verlust" auf der Kabelstrecke. Bei 230V am Übergabepunkt müssen also am Kabelende noch ca. 220V ankommen.
Außerdem muß man wissen, daß Kupfer (woraus heute praktisch alle Stromkabel bestehen) eine elektrische
Leitfähigkeit von
y=56 m/(Ohm*mm²) besitzt.
Nun kann man munter in die Formel einsetzen:
A = ( 2 * L * I ) / ( y * Uv )
A = ( 2 * L * I ) / ( 224 (V*m)/(Ohm*mm²) )
A = ( 2 * L * I ) / ( 224 (A*m)/mm² )
für 25m-Kabel bei 16A also:
A = 800 ( A*m ) / ( 224 ( A*m ) / mm² )
A = 800 mm² / 224
A = 3,5 mm²
Wenn man sich allerdings mit 5 Ampère statt 16 Ampère "begnügt" (was immer noch um die 1000 Watt bedeutet!!), kommt man nach der Formel locker mit gut 1mm² aus.
Ebenso einfach läßt sich ein verlängertes Kabel durchkalkulieren: Bei 1000 Watt aber 75m ergeben sich doch wieder über 3mm². Aber Achtung: An jeder Steckverbindung (und der oft mangelhaften Verbindung intern im Stecker, Vorsicht vor China-Ware!!) treten weitere Übergangswiderstände auf, die das Szenario massiv verändern können.
Würde man nun allen Ernstes die vollen 16A eines CP-Anschlusses mit mörderischen Verbrauchern auslasten (ca. ein Turbo-Rasenmäher plus zwei Hochleistungs-Haarföne

) mit einer Kabellänge von satten 75m, dann braucht man nach DIN VDE mehr als 5mm² Kabelquerschnitt. (Don't try this at home!)
Sowohl die Berechnung der Leistung in Watt als auch die Querschnittsformel selbst sind hier vereinfacht dargestellt, da die Eigenschaften von verschiedenen Wechselstromverbrauchern ebenso wenig einberechnet werden wie die Besonderheiten bei bestimmten Kabeltypen. Als Faustformel kann das aber durchaus herhalten.
Zitat:
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Auch, warum das Problem auf Baustellen und beim Rasenmäher mit 15 m 1,5 qmm Hausinstallation und anschließend 50 m 1,5 qmm Kabel nicht auftritt (die Begründung mit der mechnischen Belastbarkeit auf Campingplätzen verstehe ich ja).
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Übliche Rasenmäher haben zwischen 1000 und 2000 Watt (siehe z.B.
hier). Sagen wir also 7 Ampère. Bei 15m Kabel ergibt sich sogar ein nötiger Querschnitt von weniger als 1mm².
Nachtrag: Ich seh grad, daß es um 50m statt 15m ab Hausanschluß geht: Also landeste rechnerisch bei ziemlich genau dem typischen 1,5mm²-Kabel, aber bei solchen Kabeltrommeln sind höhere Querschnitte nicht unüblich.
Was Baustellen angeht, bin ich als Büro-Täter und Mieter zwar kein Experte, aber meiner Erinnerung nach werden auf Baustellen gerne mal Kabel eingesetzt, mit denen man eine Elefantenherde anheben könnte!

Oder?!
Beste Grüße,
--JøMa.