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29.08.2010, 19:58
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Wintercamping mit Zelt
Weil das Thema Wintercaming mit Zelt in einem anderem Thread angesprochen wurde, wollte ich mal nachfragen, wer hier überhaupt schonmal Wintercamping mit einem Zelt gemacht hat und welche Ausrüstung verwendet wurde?
Ich habe für Wintercamping beispielsweise ein Lavvu ( Helsport Finnmark) mit einem 2,5kg leichten Kifaru-Ofen...
Gruß
Manfred
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29.08.2010, 20:34
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #2 (permalink)
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S-Moderator
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Hallo Manfred,
dann will ich mal als erstes antworten
Ich habe zwar nicht direkt wintercamping betrieben ..aber im März bei Eis und Schnee ohne Warmwasser geschweige denn einer Heizung gezeltet ,nicht einmal eine Toilette hatten wir.
Ich hatte dieses als Angebot mit einer Jugendgruppe durchgeführt auf einen Buernhofsweide in der Eifel.
Durch guten Bundeswehrschlafsack,kleinem Zelt und Zwiebelschichtkleidung ging das ganz gut und selbst die Kinder hatten gut mitgemacht.
Lagerfeuer und tagsüber Bewegungsprogramme hielten uns warm.
Ich war da allerdings auch selbst jünger,bin zwar nicht alt aber denoch friere ich leicht besonders wenn die Temperaturen so Mischmasch sind nicht wirklich kalt aber auch nicht warm.
Wintercamping kommt momentan allein wegen meiner jungen Kinder ( die es nie kennengelernt haben) in Frage.Und eine Zeltheizung will ich mir nicht zulegen da es für mich irgendwie unnsinnig ist.
Wenn meine Kids älter sind vll versuchen wir es dann mal bei kaltem Wetter zu zelten,aber ob es unbedingt bei Schnee sein muss weiß ich noch nicht.
Momentan bevorzuge ich selbst sehr das warme Wetter,bedaure allerdings oft dass wir nicht auch einfach auch im späten herbst( Ende Oktober) zelten können bzw. da etwas eingeschränkt im Vergleich zu den Häusschenfahrer :-) sind.
edit: Ich frage mich ob dein Beitrag auch hier sthen darf? Dachte immer es ginge hier nur technische Details;-)
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31.08.2010, 14:20
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Hej,
wir machen das mehr oder weniger regelmaessig und schon seit vielen jahren und bisher auch immer mit kindern.
so lange man dabei auf regulaeren CP bleibt, spielt das zelt in meinen augen eine untergeordnete rolle.
aber ist man off road unterwegs... da sollte es schon ein vernuenftiges zelt sein.
was ich zum zelten fuer wichtig halte:
- keine plastik-fenster (sind bei tiefen temperaturen stark bruchgefaehrdet)
- von innen bedienbare lueftungsoeffnungen
- gute standfestigkeit, auch bei schneelast
- gute windstabilitaet
- hoher weiterreisswiderstand des zeltstoffes
- zeltnaegel aus stahl, die auch in gefrohrenen boden eingeschlagen
werden koennen
- schneehaeringe oder besser gespaltene holzscheite, die quer im schnee
eingegraben werden
- schneeschuhe, um einen zeltplatz treten zu koennen (ab schneehoehen von
50 cm sinnvoll)
- schneeschaufel
des weiteren:
- benzinkocher, da gas zum einfrieren neigt
- standfeste unterlage fuer kocher im schnee
- pelzmuetzen, da man ueber den kopf die meiste waerme verliert
- thermosflaschen
- waermflaschen (so bekommt man die waerme vom kocher in den
schlafsack...
- wollene unterwaesche
- winterfeste schlafsaecke (muss nicht daune sein)
- gut isolierende schlafunterlage (keine luftmattratze !!!)
wir nutzen term-a-rest
- winterfeste bergstiefel (oder die guten canadischen winterstiefel)
und wer sich luxus leisten will
ein zelt, indem man feuer machen oder einen ofen betreiben kann.
brennholz sollte man dann aber auch mitfuehren, unter dem schnee nach holz zu suchen... und man hat nicht ueberall baeume, die man klein machen kann/darf.
meisst waren wir mit 2 hilleberg zelten unterwegs oder seit juengster zeit mit dem tentipi und dem titanofen (keine 5 kilo).
gepaeck auf pulkas (lastschlitten) verteilt und hinterher gezogen.
wer aber neben dem auto zelten kann/will erspart sich eine menge arbeit, verliert aber nach meiner ansicht viel von dem urspruenglichen, das wintercamping ausmacht.
wer die materialschlacht meiden will, kann auch ueber schneehoehlen oder iglu nachdenken.
das sollte aber auf jeden fall vorher mit ausweichmoeglichkeit beim scheitern geprobt werden, sonst ist die katastrophe vorprogrammiert !!!
das ding mit der schneehoehle hat meine groessere tochter im letzten winter im rahmen eines ausbildungsprogrammes an der schwedischen volkshochschule gemacht, irgendwo hoch im norden, hinter dem polarkreis.
@manfred
gute auswahl fuers material...
da schwingen wohl doch einige jahre erfahrung mit
wo treibt ihr euch im winter herum? so als norddeutscher liegt ja schweden u. norwegen vor der haustuer
gruss
waldschrat
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31.08.2010, 15:07
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #4 (permalink)
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habe es zwar noch nie gemacht aber ich würde es gerne probieren (muß allerdings meine Freundin dazu überzeugen)...na ja im Herbst eher bei Temperaturen 5-10 Grad denke ich wäre noch ok als probe sozusagen......
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31.08.2010, 15:27
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #5 (permalink)
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Ich kann euch nur die Tipps meiner Bekannten geben, diese machen Trekking-Touren. Ihre letzte Tour war Norwegen bei -35°, laut ihrer Aussage ist der Schlafsack wichtiger als das Zelt, das Zelt sollte halt stärkere Winde aushalten, aber dient sonst nur als Windschutz. Was man im Winter wohl auch braucht ist ein Multikocher, also einer der Diesel, Benzin usw. verbrennt. Den Fehler den die Leute wohl auch immer machen, ist zu viel Kleidung im Schlafsack, sie meinten eine Lage Funktionswäsche und nicht mehr, da man sonst erst Schwitzt und dann friert. Aber das A und O ist wohl der Schlafsack, der sollte nicht zu dick sein weil er sonst zu warm ist, aber auch nicht die Aldi Version weil man das in der ersten Nacht bereut.
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31.08.2010, 16:22
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #6 (permalink)
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Administrator
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Hallo,
wir haben schon mal einen Wettersturz in den Vogesen miterlebt:

Die Laune haben wir uns dadurch nicht verderben lassen
Viele Grüsse,
Michael
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01.09.2010, 09:46
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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hej TonyM,
wintercamping bei temperatueren ueber -2 grd anzutesten, um es mal zu probieren, das halte ich fuer unvernuenftig. damit versaust du alles...
da die maedels meist kleine frostbeulen sind und bei schmuddelwetten leichter frieren als bei richtiger kaelte. ausserdem kommt richtiges wintergefuehl nur auf, wenn schnee liegt oder wenn wenigsten frost herrscht.
zum vergleich... du machst morgens das zelt auf, alles grau, 4 grd, wiese nass, klamotten im zelt leicht feucht -- oder... leichte raureifschicht am aussenzelt, klare luft draussen, alles weiss, blauer himmel, du machst die ersten spuren im neuschnee, pinkelst den namen deiner freundin in den schnee und stampfst frischen schnee in den kochtopf um kaffewasser zu schmelzen...
meine frau konnte es sich zum anfang auch nicht richtig vorstellen. aber wir kommen beide von der bergsteigenden zunft und hatten schon sehr oft einfach so im freien uebernachtet, da war nicht viel ueberzeugngsarbeit noetig. dazu kommt, dass wir eine komplette daunenausruestung fuer uns haben, hose, jacke, handschuhe, daunenschuhe und daunenschlafsack. alles noch aus alten bestaenden, massanfertigung von fa. alex albust aus erdmannsdorf.
aber probiert mal im vorfeld kaffe- oder teewasser aus scnee zuzubereiten...
topf mit schnee voll gepresst, geschmolzen... und fast nix uebrig. also wierde neuen schnee rein u. weiter. das dauert schon eine weile.
mir ist dann mal der kocher umgefallen (setdem habe ich im schnee immer eine stabile kochunterlage unter dem kocher !!!), samt topf, als ich meine wassermenge endlich heiss hatte. da bin ich herum gesprungen wie rumpelstilzchen.
und wer ein weibchen mit nimmt zum wintercamping, achtet darauf, dass ihr ihre schuhe in euren schlafsack nehmt, wenn es richtig kalt ist. ist am anfang sicher etwas ekelig, aber am naechsten morgen wird sie euch dafuer kuessen !!!
und wenn ihr fuersorglich am abend noch eine heisse waermflassche fuer die kalten fuesse in ihren schlafsack bugsiert... jungens, so koennt ihr garnix falsch machen.
gruss
waldschrat
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01.09.2010, 10:27
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Wintercamping mit Zelt Beitrag #8 (permalink)
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Benutzer
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Zitat:
Zitat von waldschrat
hej TonyM,
wintercamping bei temperatueren ueber -2 grd anzutesten, um es mal zu probieren, das halte ich fuer unvernuenftig. damit versaust du alles...
da die maedels meist kleine frostbeulen sind und bei schmuddelwetten leichter frieren als bei richtiger kaelte. ausserdem kommt richtiges wintergefuehl nur auf, wenn schnee liegt oder wenn wenigsten frost herrscht.
zum vergleich... du machst morgens das zelt auf, alles grau, 4 grd, wiese nass, klamotten im zelt leicht feucht -- oder... leichte raureifschicht am aussenzelt, klare luft draussen, alles weiss, blauer himmel, du machst die ersten spuren im neuschnee, pinkelst den namen deiner freundin in den schnee und stampfst frischen schnee in den kochtopf um kaffewasser zu schmelzen...
meine frau konnte es sich zum anfang auch nicht richtig vorstellen. aber wir kommen beide von der bergsteigenden zunft und hatten schon sehr oft einfach so im freien uebernachtet, da war nicht viel ueberzeugngsarbeit noetig. dazu kommt, dass wir eine komplette daunenausruestung fuer uns haben, hose, jacke, handschuhe, daunenschuhe und daunenschlafsack. alles noch aus alten bestaenden, massanfertigung von fa. alex albust aus erdmannsdorf.
aber probiert mal im vorfeld kaffe- oder teewasser aus scnee zuzubereiten...
topf mit schnee voll gepresst, geschmolzen... und fast nix uebrig. also wierde neuen schnee rein u. weiter. das dauert schon eine weile.
mir ist dann mal der kocher umgefallen (setdem habe ich im schnee immer eine stabile kochunterlage unter dem kocher !!!), samt topf, als ich meine wassermenge endlich heiss hatte. da bin ich herum gesprungen wie rumpelstilzchen.
und wer ein weibchen mit nimmt zum wintercamping, achtet darauf, dass ihr ihre schuhe in euren schlafsack nehmt, wenn es richtig kalt ist. ist am anfang sicher etwas ekelig, aber am naechsten morgen wird sie euch dafuer kuessen !!!
und wenn ihr fuersorglich am abend noch eine heisse waermflassche fuer die kalten fuesse in ihren schlafsack bugsiert... jungens, so koennt ihr garnix falsch machen.
gruss
waldschrat
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danke für die Hinweisen !
das hört sich in der Tat sehr logisch an.
Ich muß auch zugeben, daß es die Bilder sind, wo man Zelte im Schnee sind, die mich dazu "angestiftet" haben.....
humm, leider müsste ich schon weit fahren, damit ich Schnee bekomme (aus NRW).....oder vielleicht haben wir dieses Jahr einen Schneereichen Winter und dann fahre ich in die Eifel oder besser, wahrscheinlich schöner, ins Hochsauerland....mal sehen...
Der Tipp mit den Schuhen scheint mir wirklich super !
Ok, und mit dem Zelten im Herbst, wenn es feucht und nass ist, werde ich mich doch wieder überlegen.....meine Freundin war gestern Abend sowieso wirklich nicht dafür !!!!
Das Angebot mit dem Schnee mache ich sie heute Abend.....mal sehen.....
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